Home
Wir über uns
Aktuelles
Bürgerbriefe
Presse
Forum
Rechtslage
Fakten
Gästebuch
Links
Impressum

Bürgerinitiative GEGENWIND Fürfeld  (Standort 11)

Was wollen wir? Wie argumentieren wir?

Die BI GEGENWIND Fürfeld bezieht keine Position gegen die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien – das gilt ausdrücklich auch für die Windkraft.

 

Sprecher der BI ist Dr. Stephan Schlitz, Fürfeld.

Die Mail-Adresse der Bürgerinitiative lautet: bi_gegenwind_fuerfeld@arcor.de

 

 

Im Zusammenhang mit der derzeitigen Aufstellung des Regionalplanes, Teilplan Windenergie, durch die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe, wird in den betroffenen Orten heiß über die Vor- und Nachteile der Windenergie diskutiert.

Im Bild unten der Bereich des geplanten Windparks bei Fürfeld.

 

 

Die Bürgerinitiatiive GEGENWIND fordert, erneuerbare Energie so zu produzieren, dass  höchste Effizienz mit einer möglichst geringen Belastung für die Menschen und die Umwelt verbunden wird. Am Standort 11 (Fürfeld/Hochstätten) würde bei hoher Belastung von Mensch und Natur relativ wenig Windenergie erzeugt.

 

Der BUND hat in einem umfassenden Wind-Positionspapier "Windenergie ausbauen - naturverträglich" die Sichtweisen und Forderungen des BUND zu einem naturverträglichen Windkraftausbau dargestellt. Wir untersützen diese Forderungen und hoffen, dass die Landesregierung diese Positionen ernst nimmt. Das im April 2013 überarbeitete Positionspapier finden Sie unter "Aktuelles".

 

Unsere Argumente

- Fehlende Eignung wegen zu niedriger Windgeschwindigkeit

Der Landesentwicklungsplan IV stellt in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung fest, dass erneuerbare Energien auf geeigneten Standorten entwickelt und ausgebaut werden soll. Auf die Windenergie bezogen wird als ein Kriterium für die Eignung eine mittlere Windgeschwindigkeit von mindestens 5,5 m/s  in einer Höhe von 50 m über dem Erdboden definiert.

Der geforderte Wert für die Eignung als Windkraftstandort wird am Standort Fürfeld nicht erreicht. Laut einer von der Planungsgemeinschaft erstellten Karte der sog. Windhöffigkeit beträgt die Windgeschwindigkeit deutlich unter 5 m/s.

Gesundheitsgefahren für die Anwohner

Die bei der Genehmigung von Windkraftanlagen verwendeten Messmethoden erfassen nicht die gesamte Lärmimmission. Die Belastungswerte für die Bevölkerung werden deshalb niedriger dargestellt als sie tatsächlich sind.  Gerade tieffrequente Schallwellen, die auch durch geschlossene Fenster nicht zurückgehalten werden, stellen eine bedeutende Belastung für den menschlichen Organismus dar. Es wird von Herz-Kreislauf-Problemen sowie psychosomatischen Beschwerden berichtet.

Optische Immisionen/ Schattenwurf:  Maximal 30 Stunden pro Jahr bzw. 30 Minuten pro Tag kumulativ, d.h. von allen Windrädern an einem Standort zusammen, gelten als zumutbar. Bei Überschreiten dieser Werte geht vom periodischen Schattenwurf eine „erhebliche Belästigungswirkung“ aus“ (Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen, 2002). Außerdem müssten die Anlagen mit Warnleuchten ausgestattet sein, so dass permanent die optische Belastungen durch das Blinken roter Blinklichter vorhanden wäre.

Gefahr durch Munilager?

Überhaupt nicht diskutiert wurde bisher das Risiko des ehemaligen Munitions-Depots. Es bestand seit den 1930er Jahren, wurde bis zum Abzug der US-Armee intensiv bewacht und bei Nacht ausgeleuchtet.  Anschließend wurde es an Privatleute verkauft. Genauere Kenntnisse zu durchgeführten Untersuchungen der Bunkeranlagen und des etwa 450.000 m² großen Geländes sind der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich gemacht worden.

Gefahren für die Umwelt

Ein lange bekanntes Gutachten weist nach, dass die Standorte 15 und 16 im Bereich einer wichtigen Vogelzugroute liegen. In der Stellungnahme der SGD Nord – Obere Naturschutzbehörde zur Änderung des Flächennutzungsplans der VG Bad Kreuznach im Jahr 2007 wird deshalb gefordert: „Der Vogelzugkorridor muss von der Bebauung mit Windkraftanlagen freigehalten werden“.

 

Die Planung verstößt auch gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie (2009/147/EG):

Im Bereich Fürfeld -Winterborn wurde das Vorkommen der Wiesenweihe  (links) durch ein ornithologisches Gutachten bestätigt. Die Wiesenweihe ist eine streng zu schützende Vogelart. Sie steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Brutvogelarten (GNOR, im Aufrag des Landesamtes für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, 2000). BUND, GNOR und NABU kritisierten schon 2002, dass wichtige Regionen nicht als Vogelschutzgebiete ausgewiesen wurden – u.a. Nordpfälzer Bergland und Randgebiete (Anm.: eben auch der hier relevante Standort 16 - Fürfeld). Auch das ehemalige Munitionslager ist in seinem jetzigen Zustand (eingezäunt, ohne nennenswerte Nutzung, geringe Eingriffsfrequenz) sehr wahrscheinlich als schützenswerter Naturraum einzustufen. Eine Untersuchung dieses für hiesige Verhältnisse wohl besonders interessanten Biotops hat nicht stattgefunden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sich unter den gegebenen Verhältnissen Populationen besonders schützenswerte Arten angesiedelt bzw. erhalten.

Im Umfeld von Windkraftanlagen  treten gehäuft Tierverluste auf. Besonders trifft dies Vögel und Fledermäuse. Ursachen sind Kollisionen, Störung der Orientierung, Druckschwankungen etc.

Zur Beurteilung der Umweltauswirkungen des geplanten Windparks wertet die BI Stellungnahmen und Gutachten von Umweltbehörden und Umweltverbänden aus. Ganz einhellig wird von Naturschutzfachleuten die Meinung vertreten und mit zahlreichen und langjährigen Untersuchungen belegt, dass WEA am Standort Fürfeld wegen der massiven Umweltschäden nicht genehmigungsfähig sind.

Wertverlust bei Häusern und Grundstücken

Ein Dorf, das vor einer über 3 km breiten Front von 200 m hohen Windrädern steht, verliert wegen der intensiven Belastungen deutlich an Lebensqualität. Ein drastischer Rückgang der Werte von Häusern und Grundstücken (20 bis 50 %) ist die Folge - falls Häuser überhaupt nocheinen Käufer finden. Zur Entwicklung der Immobilienpreise gibt es Aussagen der Verbände VDM und RDM für Niedersachsen (zit. nach DIE WELT –welt.de) und eine Studie von Prof. Dr. J. Hasse, Universität Frankfurt: „Der Einfluss von Windkraftanlagen auf den Verkehrswert bebauter Wohngrundstücke, 2008“

Das Märchen „Einnahmen für die Gemeinde“

Beteiligungen an Windkraftanlagen sind Steuersparmodelle. Wegen der hohen Abschreibungen werden in den Bilanzen Verluste ausgewiesen, die Besserverdiener zur Senkung ihrer Einkommensteuer nutzen können. Ohne Bilanzgewinne  gibt es aber keine Gewerbesteuern für die Gemeinde!

Eine Beteiligung 'auf Pump' bringt der Gemeinde ebenfalls keine Einnahmen: Erträge gehen nicht an sie, sondern an die Bank.

In Anbetracht all dieser schwer wiegenden Einwände sagt die BI GEGENWIND Standort 11:

                                          SO NICHT !