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Prognose vor Inbetriebnahme

Über die Wirtschaftlichkeit der geplanten Windräder in Fürfeld geistern die wildesten Spekulationen umher. Die Initiatoren des Projektes sprachen sogar schon von bis zu 16 % Rendite. Mittlerweile hat man sich von dieser Euphorie verabschiedet und nennt z.B. 7,9 % als Höhe der erwartbaren Ausschüttung.

Wie plausibel diese Angaben sind, kann man mit einfachen Rechnungen überprüfen. Fangen wir mit der Strommenge an, denn davon hängen die Einnahmen ab.


Die Anlage hat (voll ausgebaut) 24 MW Nennleistung. Das bedeutet, sie kann im Jahr (8760 h) maximal 210.240 MWh oder 210 GWh liefern.

Die Abschätzung der Strommenge im ersten vollen Betriebsjahr lautet „ca. 42.000 MWh“. Daraus ergibt sich eine projektierte Auslastung von 42.000/210.240 = 0,2 gleich 20 %.

Aus den Daten des statistischen Landesamtes http://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/berichte/E4093_201100_1j_L.pdf entnimmt man für das Jahr 2011: 1586.1 MW installierte Leistung aus 1136 aufgebauten Anlagen eine Einspeisung von 2.237.493 MWh.

Daraus ergibt sich eine mittlere Auslastung über aller WKA in RLP von 2.237.493MWh/(1586.1MW*8.760h) = 0,16 oder 16 %.

In den davor liegenden Jahren ist dieser Wert in etwa gleich, die prophezeiten 20% Auslastungen werden jedoch nie erreicht.

Damit ist die voraussichtliche Auslastung 25 % höher als die über alle Anlagen in RLP gemittelte Auslastung in 2011. Entsprechend ist der voraussichtliche Erlös um 25 % zu hoch prognostiziert, also erheblich schön gerechnet. Nicht berücksichtigt ist dabei, dass die erteilten (aber von uns angegriffenen Baugenehmigungen) Stillstandszeiten vorschreiben, weil ansonsten die Richtwerte für die Immissionen nicht eingehalten werden, und dass ein Fledermaus-Monitoring durchgeführt werden muss, was ebenfalls Folegn für die Betriebsdauer haben kann.

Nun mag man einwenden, dass es in Bad Kreuznach im Gegensatz zum Rest in RLP besonders windig ist (eine Aussage, die ich jedenfalls bezüglich dieser „Investition“ teile....). Nach unserem Dafürhalten gewinnen hier nur die Hersteller und Aufsteller der Anlagen mit dem Verkauf und die Projektinitiatoren. Für die Anleger - private oder kommunale - rechnet sich das vermutlich nie. Was die privaten Anleger auch gespannt haben, denn sonst müsste nicht die gesamte Finanzierung über Kommunen oder kommunale Gesellschaften laufen.

 


Ergebnisse der ersten Betriebsjahre 2014 und 2015

Bisher liegt ein geprüfter und testierter Jahresabschluss der Betreibergesellschaft EGF für das Jahr 2014 vor. Darin wird die über die gesamte Laufzeit bis 2034 erreichbare Rendite mit "ca. 5 %" angegeben. Eine Rendite in dieser Größenordnung würde bei einem Gesellschafterkapital von 9,05 Mio Euro eine Ausschüttung von rund 450.000 Euro ermöglichen.

Im Jahr 2015 wurde mit Stromverkäufen ein Umsatz von rund 3,8 Mio Euro und ein Jahresüberschuss von rund 347.000 Euro erzielt. Damit wäre eine Rendite auf das Gesellschafterkapital von 3,85 % erwirtschaftet worden.

Weitere Informationen über wirtschaftliche Kennzahlen und Risiken sowie mögliche Folgen für die an der EGF beteiligten Kommunen sind den Dokumenten im Bereich "Aktuelles" zu entnehmen.

 

Wie soll man die Erwartungen steigender Winderträge (gegenüber 2015) des EGF-Geschäftsführers Pravetz angesichts der Fortschreibung des langfristigen Wind-Trends beurteilen?

 

 

Folgen einer Beteiligung der Ortsgemeinde Fürfeld an der AöR Energie VG Bad Kreuznach

- Prognose


Rendite 5 %, Ertragssteuern 15,80 %, Zinsen 2015-2024 2,6 %, Zinsen 2025-2034 3,1 %

Ausschüttung 12.000 Euro pro Jahr an die Gemeinde ohne Rücksicht auf Ertragslage, Rest für Tilgung

 

Fazit: nach 20 Jahren hat die Gemeinde zwar 240.000 Euro an Ausschüttungen erhalten, aber immer noch fast 900.000 Euro Schulden aus der Finanzierung der Beteiligung. Resultat netto ein Minus von rund 650.000 Euro.