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Grundsatzposition der Naturschutzverbände

Im September 2012 haben alle 10 anerkannten Naturschutzverbände mit einer Pressemitteilung "Katastrophe für den Naturschutz" die Umsetzung der Energiewende in Rheinland-Pfalz scharf kritisiert. So erklären die Naturschutzverbände: "Wenn es keine klaren Vorgaben gibt, ist die Gefahr erheblich, dass überregionale Aspekte, wie Vogelzugkorridore oder naturnahe alte Wälder, bei Standortentscheidungen im Abwägungsprozess zu den Flächennutzungsplänen nicht ausreichend berücksichtigt werden" (Andreas Grauer, Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald). "Statt dessen würden diese Entscheidungen immer mehr aus reinen Renditegesichtspunkten getroffen, lockten die Windkraftbetreiber doch mit jährlichen Zahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Windrad."
"Die Vorschläge der Landesregierung zur Umsetzung der Energiewende werden von allen Verbänden einheitlich abgelehnt."


Die wesentlichen Forderungen der Naturschutzverbände waren:
- grundsätzlich keine Windräder in einem 1-km-Radius um Ortschaften
- grundsätzlich keine Windräder in Naturschutzgebieten, Kernzonen von Biosphärengebieten und Nationalparken
- grundsätzlich keine Windräder in NATURA-2000-Gebieten mit hohem und mittlerem Konfliktpotential für windkraftsensible Arten
- Gewässer und naturnahe Wälder mit alten Bäumen, in denen Fledermäuse einen Lebensraum finden, sollten ausgeschlossen werden.
- Große, noch windkraftfreie Wälder wie das Biosphärenreservat Pfälzerwald, die Vulkaneifel oder der Giebelwald sollen ebenso frei bleiben, wie Naturparkkernzonen, bedeutsame Vogelzugkorridore und wertvolle Fledermausgebiete.

Harry Neumann, Landesvorsitzender des BUND RLP, fordert immer wieder eine umfassende, gesteuerte Qualitätsplanung, damit der Natur- und Artenschutz nicht unter die Räder kommt.
Bei der Auswahl von möglichen Standorten müssen die Naturschutzbelange gleichwertig gegenüber den technischen (z.B. Windhöffigkeit) und wirtschaftlichen Belangen gesehen werden. Dies setzt voraus, dass außerdem die Umwelt- und Naturschutzverbände bei der Errichtung von Windenergieanlagen immer zu beteiligen sind.

Der BUND hat im April 2013 in einem umfassenden Wind-Positionspapier die Sichtweisen und Forderungen des BUND zu einem naturverträglichen Windkraftausbau dargestellt. Wir unterstützen diese Forderungen und hoffen, dass die Landesregierung diese Positionen ernst nimmt.


Konkret zum Windpark Fürfeld heißt es in der  Stellungnahme der Naturschutzverbände zur Neuaufstellung des Regionalplans Rheinhessen-Nahe, Erneutes Anhörungsverfahren Teilplan Windenergie:

"Vorbemerkung
Die grundsätzlich positive Position der Naturschutzverbände zu den Zielen des Regionalplanes Windenergie, nämlich weitgehende Konzentration der Windenergieanlagen, sowie zur Art und Weise der Erarbeitung des Regionalplanes bleibt auch nach der erneuten Offenlegung unverändert. Die Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf sind aus Sicht der Verbände jedoch nicht immer positiv zu bewerten, sodass wir als Insgesamt-Beurteilung von einer Verschlechterung im Sinne des Naturschutzes sprechen müssen, zumal ein großer Teil unserer bisherigen Einwände nicht berücksichtigt wurde.

§11 (alt: 16): Fürfeld / Hochstätten
Das ausgewiesene Gebiet liegt zwischen bereits bestehenden oder geplanten Anlagen, die eigentlich nicht hätten gebaut werden dürfen, weil Verdichtungszonen des Vogelzuges tangiert sind. Das Gebiet liegt außerdem im 1 km-Radius von Brutvorkommen von Rotmilan, Uhu, sowie im 3 km-Radius einer Schwarzstorchbrut. Die Einschätzung des SUP, das Konfliktpotenzial vergrößere sich nicht, teilen die Naturschutzverbände nicht. Sie lehnt den Standort nach wie vor ab, zumal trotz dieser Konflikte das Vorranggebiet von 148 ha auf 201 ha noch vergrößert wurde."
 

Naturschutzverbände lehnen Entwurf Regionalplan ab

9.9.2011: Die sechs Naturschutzverbände Nabu, BUND, Gnor, Pollichia, LAG und SDW lehnen den Standort Fürfeld/Hochstätten in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplans rundweg ab. Damit wird die Position unserer BI im Hinblick auf die Unvereinbarkeit eines Windparks mit den Interessen des Natur- und Artenschutzes voll unterstützt. Die Artikel zum Thema, die im Öffentlichen Anzeiger vom 10.9.2011 erschienen sind, finden sich in der Rubrik "Presse".