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Strombedarf und Energiewende

 

Seit dem Störfall in einem japanischen Kernkraftwerk als Folge eines Erdbebens und eines davon ausgelösten Tsunami wird in Deutschland die Zukunft der Enrgieerzeugung so intensiv diskutiert wie in keinem anderen Land der Welt. Die schnelle Abschaltung möglichst aller deutschen Atommeiler steht dabei im Mittelpunkt.

Dies wirft natürlich die Frage auf, wie der Strombedarf in Zukunft gedeckt werden soll. Bedauerlicherweise steht dabei vor allem die Stromerzeugung an erster Stelle, nicht die Einsparung beim Verbrauch. Dabei gibt es schon seit Jahren gerade aus der alternativ ökologischen Szene umfangreiche Arbeiten darüber, wie die Energiewende, d.h. die Abschaltung der AKW, ohne den Ausbau anderer Stromerzeugungsanlagen funktionieren kann.

In der Industrie könnten relativ einfach 15 % des Energieverbrauchs eingespart werden, in einzelnen Bereichen sogar 20 bis 30 %. Auch in Kommunen und in den privaten Haushalten wären beachtliche Einsparungen realisierbar: Durch die Anschaffung energieeffizienter Geräte und den Verzicht auf Dauerbetrieb im Stand-by-Modus könnte der Stromverbrauch um bis zu 30 % gesenkt werden. Der BUND fordert eine Verminderung des Energieverbrauchs um 50 % gegenüber 2007 (siehe auch "Positionspapier").

Warum wird trotzdem der Ausbau der Stromproduktion angestrebt statt zu sparen?

- Politik:

Die Politiker werden getrieben von der sog. öffentlichen Meinung, d. h. vor allem von den meinungsbildenden Massenmedien. Wenn ein Thema sich gut verkauft - und noch ein paar einflußreiche Fürsprecher hat - , wird es zum Aufmacher. Nüchternes Abwägen von Vor- und Nachteilen oder detaillierte Sachkenntnis sind im Kampf um Quoten oder Auflagenhöhe nur hinderlich.

Politiker sind zudem 'Wachstumsfetischisten', mittlerweile auch die Grünen, die in den für sie wichtigen Branchen mehr Umsatz, mehr Arbeitsplätze, mehr Steueraufkommen, höhere Exporte usw. verkünden müssen. Wachstum ist der Maßstab für Erfolg, egal welcher Partei ein Politiker angehört.

Außerdem bringt das Sparen kein frisches Geld in die öffentlichen Kassen. Für die Industrie und die Verbraucher amortisiert sich eine Investition in energiesparende Technik, indem die einmaligen Anschaffungskosten zur Senkung der laufenden Ausgaben für Strom führen. Für den Staat führt das aber zu sinkenden Einkünften vor allem bei der Umsatzsteuer, die zumindest die Endverbraucher für den Strom zahlen. Sinkender Energieverbrauch heißt auch sinkende Steuereinnahmen.

Und außerdem haben sich die Regierungen, die deutsche voran, ehrgeizigen Zielen bei der CO2-Einsparung verpflichtet. Wenn jetzt AKW abgeschaltet werden, muss der Strom irgendwie erzeugt (oder importiert) werden. Würde der Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen steigen, könnte die Bundesregierung ihre CO2-Einsparungen nicht erreichen. Also müssen die erneuerbaren Energien her. Ob die Klimabilanz angesichts des Ressourcenverbrauchs für den Ausbau der alternativen Energieproduktion dann am Ende stimmt oder nicht, ist egal. Hauptsache, in den nächsten Jahren können die Prozentwerte für vermeintlich klimaneutrale Energiequellen gesteigert werden.

- Wirtschaft:

Die Unternehmen sind nicht am langfristigen Vorteil einer bestimmten Energieerzeugung interessiert. Unternehmen auch der Windkraftbranche streben nach einer Steigerung von Umsatz und Gewinn. Unsere wachstumsorientierte Wirtschaft verdient am Aufbau der Anlagen und am Ausbau der Stromverteilungsnetze sowie der sonstigen notwendigen Infrastruktur. Später werden Unternehmen wieder am Abriss und der Entsorgung der Windkraftanlagen profitieren.

Natürlich haben auch Banken, Investmentfonds und Versicherungen Interesse am Ausbau der Windenergie. Sie verdienen an den Finanzierungskosten, sie kassieren Provisionen für die Vermittlung von Beteiligungen und sie versichern die auftretenden Risiken, - alles natürlich mit den üblichen Gewinnmargen.

 

► In der Windstrom-Branche wird gerade die nächste Blase erzeugt, die

- Investoren um einen Teil ihres Kapitals bringen wird,

- die öffentlichen Haushalte durch Subventionen belastet,

- von Verbrauchern und Steuerzahlern bezahlt werden muss.